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Turkvölker

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Turkvölker Artikel

Als Turkvölker oder Türken werden die, vor allem in Asien lebenden, Turksprachen sprechenden Bevölkerungsgruppen genannt. Die Zahl aller turkstämmigen Nationen, Volksgruppen und Minderheiten dürfte heute zwischen 130 und 150 Millionen betragen.

Als Alternativbezeichnungen sind auch türkische Völker, Türkvölker, Turktataren, Turkotataren, Turko-Tataren oder Turko-Mongolen bekannt.

Turkvölker Beschreibung
Turkvölker Beschreibung
Die türkischen Völker

Die ersten turksprachigen nomadischen Bevölkerungsgruppen formierten sich vermutlich in der Altairegion (Zentralasien). Kulturen, traditionelle Wirtschaftsformen und Lebensweisen der Turkvölker sind vielfältig und ihre Geschichte vielschichtig. Heute sind die meisten Angehörigen der Turkvölker Muslime, die Mehrheit wiederum Sunniten. Die in dem 19. Jahrhundert entstandene moderne politische und kulturelle Bewegung, die auf die Gemeinsamkeit der Turkvölker Absichtt, heißt Panturkismus. Die Wissenschaft der Turkologie beschäftigt sich mit den Sprachen, der Geschichte und den Kulturen der Turkvölker.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2: Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache So unterhaltsame wie belehrende Autorenlesung Wer möchte dem Journalisten Bastian Sick nicht beipflichten, wenn er die Verwahrlosung der deutschen Sprache beklagt. Da werden bedenken- und gedankenlos die Fälle des Genitivs und des Dativs durcheinandergeworfen, Imperative falsch gebildet, Kommata vergessen oder gefühlt" an falschen Stellen gesetzt....

Die vier Gruppen

Zur groben Einteilung kann man die Turkvölker in vier Großgruppen zusammenfassen:

Buch-Tipp: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 3. Noch mehr aus dem Irrgarten der deutschen Sprache Gut, aber . . . Das dritte Buch in der Serie ist noch gut, aber so langsam gehen Herrn Sick die Ideen aus.

Die Farbbezeichnungen der Turkvölker

Wie wir verschiedentlich bei den Turkvölkern sehen werden, trugen und tragen einige von ihnen Nennungen, die sich größtenteils von ihren Bannern und damit ihrer geographischen Lage herführen lassen. Am bekanntesten sind die Farben "Schwarz" und "Weiß".

Verlagerte sich der jeweilige Stamm, so änderte der vielfach auch die Farbe seiner Banner, um nun auch die neue Lage "farblich" zu verdeutlichen.

Buch-Tipp: Die Sprache der Pferde. Die Monty Roberts Methode des Join-up. Das Join-up wir nicht ca. beschrieben sondern es ist auch gezeichnet ich liebe es =) Ich und meine Tochter haben dieses Buch gelesen und so das Leben der Pferde besser erlernt. Ob wohl wir selbst 5 Pferde haben und uns gut mit so was aus kennen haben wir es drotzdem gelesen und ich muss schon sagen wir haben eine menge da zu gelernt. Man kann durch...

Gegenüberstellung der Farben und ihre Bedeutung

  • Toguz <=> Dunkel (eigentl. Schmutz oder Dreck) <=> Bedeutung: Norden, nördlich (Bsp.: Toguz-Oghusen = Nord-Oghusen)
  • Qara oder Kara <=> Schwarz <=> Bedeutung: Norden, nördlich
  • Saryg oder Sarı <=> Gelb <=> Bedeutung: Süden, südlich (Bsp.: Sarı-Uyghuren = Süd-Uyghuren)
  • Aq oder Ak <=> Weiß <=> Bedeutung: Süden, südlich
  • Qöq oder Gök <=> Blau <=> Bedeutung: Westen, westlich (Bsp.: Gök-Türken = West-Türken)
  • Altyn oder Altın <=> Gold <=> Bedeutung: Westen, westlich (Bsp.: Altın Ordu = West-Horde)
  • Kyzyl oder Kızıl <=> Rot <=> Bedeutung: Osten, östlich (Bsp.: Kızıl Ordu = Ost-Horde)
Buch-Tipp: Die Sprache der Tiere. In 7 Schritten zum Animal Communicator Ein wunderbares Buch. . . Viele Bücher über Tk habe ich schon gelesen,Seminare besucht,aber was mich wirklich einen großen Schritt weitergebracht hat,ist dieses Buch. Liebevoll,klar und menschlich nimmt Carol Gurney einen an die Hand,gibt wunderbare Übungen vor und ermutigt den Leser,an sich und seine Fortschritte zu glauben. .

Liste moderner Turkvölker

Buch-Tipp: Duden. Deutsches Universalwörterbuch Drei in einem Dieses Wörterbuch ersetzt über weite Züge das Fremswörterbuch, das ethymologische Wörterbuch und den Rechtschreibduden, bzw. fasst alle drei Spezialgebiete der eben erwähnten Einzelbände zusammen. Vom Preis her ist der Band jedoch erfreulicherweise wesentlich kostengünstiger, als die drei Bände in dem Einzelkauf! Der einizge Nachteil:...

historische Turkvölker und Stammesverbände

Buch-Tipp: Flüssiges Englisch. Mit Redensarten zu mehr Eloquenz. (Lernmaterialien) unterhaltsam und lehrreich Das Buch hält exakt das, was es verspricht: Sein (Small Talk) Englisch in kurzer Zeit und vor allem auf unterhaltsame Art und Weise aufmöbeln. Auch die Aufteilung in verschiedene Bereich ist sehr vorteilhaft, die diversen Übungen ideal zu dem vertiefen des soeben Erlernten. Endlich kann man auch mal den Redewendungen folgen,...

Kleine turkstämmige Gruppen auf Library

Buch-Tipp: Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln Endlich habe ich den allumfassenden Ratgeber gefunden!! Ich habe lange gesucht und bin hier auf das Buch gestoßen. Seitdem liegt es auf meinem Nachttisch, da ich häufig darin blätter und lese. Aus meiner Sicht das Nachschlagewerk für Eltern und Gesundheit in der Familie. Hier finde ich Entscheidungshilfen nicht ca. für die Kleinen, sondern auch...

Türkei

Buch-Tipp: Happy Aua. Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache Da konnen Sie wieder laut Hals (;-D) lachen!!!! Was für ein wundervoller Lesespaß! Fast jedes Bild ist einen Lacher wert. Bitte, bitte bringen Sie bald einen zweiten Band heraus, Herr Sick! Nun zu dem fachlichen Aspekt: Liebe BeufsschulkollegInnen, dieses Buch hat für die Lernfeldern 2, 4, 5, 10 "Sei lieb zu dem Kunden" einen erheblichen didaktischen...

Turkstämmige Völker Russische Förderations bzw. der GUS

  • Bücher (http://home.t-online.de/home/krieger.buch/turk.htm)
  • Kirgisen (http://www.pamir-reise.de/pamir/reise/manas6_aug.html)
  • Tataren (http://www.russlandheute.info/profile/people/nat/2922.html)
  • Baschkiren (http://www.russlandheute.info/profile/people/nat/893.html)
  • Tschuwaschen (http://www.russlandheute.info/profile/people/nat/1484.html)
Buch-Tipp: Krankheit als Sprache der Seele. Be-Deutung und Chance der Krankheitsbilder. Ohropax gegen Alarmanlage + Pille gegen Schmerz ???? Ein Buch für alle, die weder bei ihrem Auto die Birne herausschrauben, um das lästige Warn-Blinken in dem Cockpit zu deaktivieren, noch eine Pille gegen ein körperliches Symptom (= Hilferuf!) schlucken wollen, um einen späteren "Totalschaden" zu vermeiden. Wer ehrlich zu sich sein möchte und bereit...

Turkstämmige Völker Ostturkestans

  • Ost-Turkestan (http://www.eastturkistan.com/de/history/ostturkistan.html)
Buch-Tipp: Körpersprache. Taschenguide. Einfach! Praktisch! Wissen das jeder weiß und doch nicht merkt Aus dem Buch habe ich nichts gelernt, alles was geschrieben wurde war mir schon bis dato bekannt. Doch ist mir aufgefallen wieviel des mir bekannten ich vergessen habe in dem alltäglichen Leben anzuwenden. Gerade dafür eignet sich dieser kleine Blockbuster hevorragend, um seine Erinnerung aufzufrischen und...

Auszug aus den "Steppenreiter"

Die Turkvölker sind eine Sprach- und Völkergruppe in dem Südosten Europas (Türken), in Nord-, Mittel- und Vorderasien (Turkotataren). Sie machen heute etwa 130 Millionen Menschen aus und sind zumeist Muslime. Die Urheimat aller Turkvölker (die erste Erwähnung des Namens Â»Turk« [Türke] fiel in das 6. Jahrhundert) lag in Zentralasien (Altairegion). Vom 6. bis 8. Jahrhundert bildeten die nomadischen Turkvölker Steppenimperien von der Mongolei bis zur Ukraine. Durch Wanderungen einzelner Stämme oder Stammesverbände dehnte sich ihr Siedlungsgebiet weit nach Westen aus. Dabei wurden viele Nomaden unter dem Einfluss Irans sesshaft. In dem 11. Jahrhundert drangen die Seldschuk-Türken nach Kleinasien vor, wo zu Beginn des 13. Jahrhundert das Osmanische Reich entstand. Besonders bekannt wurden auch die Hunno-Bulgaren, die Chasaren und Polowzer.

Die erste Erwähnung des Namens "Türke" findet sich in China. Die nomaidisierenden "T'u-küe" oder "Tür-küt" (die Mächtigen) - wie die Übertragung des chinesischen Schriftzeichens in deutsche Lautschrift bedeutet - sollen nach der Zerschlagung des mongolischen Schuschan-Reiches in dem Jahre 552 einen gemeinsamen Staat der Göktürken gebildet haben. Dessen Herrschaftsgebiet erstreckte sich vom Chingangebirge bis nach Transoxianien .

Nach dem Tode des Reichsgründers Bumin Khagan erhielten die beiden Söhne jeweils einen Reichsteil - das Khaganat der Osttürken (unter Muqan Khan) und das Khagant der Westtürken (unter Istämi Khagan). Die türkischen Stämme unterstanden - wie deren östlichen Rivalen, die Mongolen - jeweils einem Familienoberhaupt, dessen Urahn häufig den Namen des Stammes bestimmte. Chazaren, Ghasnawiden, Karachaniden, Göktürken, Oghusen (nachdem Stammvater Ogus Khan), Oguren, Turkmenen, Türken, Uiguren, Usbeken, Kasachen und Kirgisen - alle diese türkischen Stämme gehören eigentlich dem gemeinsamen Volk der T’u-küe an, und es ist kein Wunder, dass schon türkische Stämme bekannt waren, noch bevor der Name der T’u-küe in der Geschichtsschreibung erwähnt wurde.

Die Stammheimat der Alttürken ist das mittelasiatische Gebiet zwischen dem mongolischen Altai, dem östlichen Tienschan, Tibet und dem Chingangebirge in dem Nordosten. Nach verschiedenen Wanderungen in westlicher Richtung - bis zu dem Kaspischen Meer - gründeten türkische Nomadenstämme eine Reihe von losen Verbänden, die sich stets öfter zu festen staatlichen Strukturen entwickelten.

Nach Abebben der Hunnenzüge und Verfall der Hunnen-Reiche in dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. kam es zu dem Ausschwärmen einzelner alttürkischer Eroberergruppen, so dass nach und nach das Siedlungsgebiet in dem Osten bis an den Pazifik, in dem Norden bis ans Eismeer und in dem Westen bis nach Europa ausgeweitet wurde und sich in dem Laufe der Zeit die einzelnen Türkvölker herausbildeten.

Die älteste schriftliche Überlieferung einer türkischen Sprache sind die alttürkischen Inschriften am oberen Jenissej , am Talas und die Orchon-Inschriften der Altai-Türken, die zwischen 732 und 735 n. Chr. in einer runischen und auf dem syro-aramäischen Alphabet fußenden Schrift verfasst wurden. In diesen Orchon-Schriften erfolgte die Aufzeichnungen der Heldentaten des ersten türkischen Reichsgründers der Tür-küt.

Sprachlich gesehen bilden die heutigen Turksprachen noch stets eine relativ starke Einheit, die zwar aufgrund der weiten Ausdehnen und der Kontakte mit Nachbarvölkern zahlreiche Eigenheiten entwickelten. Aber dennoch sprechen noch heute alle Turkvölker, von der Türkei - an der Grenze Europas - bis nach Ost-Turkestan eine gemeinsame Sprache, die eine Verständigung zwischen den Angehörigen der verschiedenen türkischen Völker möglich macht. Insoweit wäre es vielleicht sogar angebracht, mehr von türkischen Dialekten anstatt von unterschiedlichen türkischen Sprachen auszugehen.

Die Stärke der einzelnen Stämme und deren Siedlungsgebiet änderte sich allerdings sehr häufig. Heute unterscheidet man zwischen mehreren großen türkischen Dialekt-Gruppen, den Kiptschak-Türken, den Oghus-Türken, den südsibirischen Turkstämmen der Oyrut, Abakan-Türken und den Tuva am Sajan sowie den ostsibirischen Jakuten, die sich selbst "Saha" bezeichnen.

Die Sprache der Kiptschak-Türken, historisch der Petschenegen und Chasaren findet sich heute noch - nicht in den slawisierten Bulgaren, beim Volk der Tschuwaschen, die in der früheren Sowjetunion am Ufer der mittleren Wolga leben. Letzte Reste bilden die in Polen und Litauen verstreut lebenden Karäer.

Als weitere zeitgenössische Nachfolger dieser Kiptschak-Türken werden dieTataren, die Baskurt, Kazak (Kosaken und Kasachen), Karakalpaken, Nogaiern und Kirgisen betrachtet. Auch ein Zweig der Özbeken spricht einen Kiptschak-Dialekt.

Es ist in diesem Zusammenhang nicht uninteressant, dass uralte kirgisische Sagen von der Urheimat der Kirgisen am Jenssej und dem Kampf gegen Chinesen und Kalmücken berichtet. Die Sprache der Oghus-Türken findet sich dagegen bis heute in dem Dialekt der Türkeitürken (Osmanen) und der Türken Zyperns, in Aserbaidschan und der Türken des nördlichen Iran (Azeri) und die Turkmenen. Das Osttürkische der Uiguren und Usbeken gehört heute noch überwiegend zu der Sprachgruppe der Ogur-Türken.

Rechnet man die Türken europäischer Staaten, von den Litauischen Tataren als historischen Nachfolgern der Petschenen bis zu den modernen Gastarbeitern Berlins, die türkische Sprachinseln auf dem Balkan, auf Zypern, in den Arabischen Nachbarländern und in dem Irak mit, so kommt man global auf mindestens 145 Millionen Menschen, die heute eine türkische Sprache sprechen.

Der bekannte Turkologe Wilhelm Radloff drückte das 1866 so aus: Vom Nordosten Afrikas bis zur Europäischen Türkei, vom südöstlichen Teil Rußlands über Kleinasien nach Turan und von dort nach Sibirien, bis zur Wüste Gobi hin leben Stämme, die die türkische Sprache sprechen. Auf der ganzen Welt ist keine Sprachfamilie über ein so weites Gebiet hinweg verbreitet wie das Türkische. (Quelle: Türkisches Kulturministerium)

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